Montag, 26. Juni 2017

Grundstücksteilung: Die Unendliche Geschichte

Bereits im November 2016 hatten wir unsere Vermesserin mit der Grundstücksteilung beauftragt. Ein erster Termin für die Teilungsvermessung im Februar 2017 musste abgesagt werden. Im April 2017 konnte die Teilungsvermessung dann abgeschlossen werden. Anschließend erklärte uns unsere Vermesserin, dass sie nun die Unterlagen fertigstellt und beim Katasteramt einreicht.

Am 26. Mai informierte sie uns per Email: „Die Vermessungsschriften sind derzeit nochmals auf meinem Tisch, gehen aber nächste Woche wieder raus.“ Wir sind also davon ausgegangen, dass die Unterlagen längst beim Katasteramt liegen – tja, falsch gedacht!

Während wir uns eine Woche Auszeit an der Ostsee gönnten, erhielten wir einen Anruf von der anderen Baufamilie, die sich beim Katasteramt nach dem Bearbeitungsstand erkundigen wollte. So stellte sich zufällig heraus, dass die Unterlagen noch gar nicht beim Katasteramt vorliegen. Auf anschließende Nachfrage bei unserer Vermesserin (am 19. Juni) und die Aufforderung uns klar aufzuzeigen, welche Arbeitsschritte noch fehlen (und wie der Zeitplan dafür ist) und wann die Unterlagen an das Katasteramt übersendet werden, wurden wir leider vertröstet: „Ich gebe Ihnen spätestens morgen Bescheid“ – das ist nun eine Woche her und wir haben noch nichts von ihr gehört.

Heute folgte also eine erneute Nachfrage. Wir sind sehr überrascht über dieses Verhalten und nun gespannt, ob/wann wir eine detaillierte Rückmeldung erhalten.

Auszeit an der Ostsee

Baufamilie gemeinsam am Strand 

Update (28. Juni 2017): 

Nun haben wir doch endlich Nachricht von unserer Vermesserin erhalten.

Zunächst die weniger erfreuliche Info: Die offizielle Bearbeitungsdauer durch das Vermessungsamt liegt wohl offiziell bei 3 Monaten (also bis Ende September 2017), aufgrund fehlender Kapazitäten, Urlaub, Krankheit und einer Systemumstellung.

Aber: Unsere Vermesserin hat wohl am Montag einen Termin bei unserem Bearbeiter und wird die Dringlichkeit unserer Sache persönlich vortragen. Da sie das Vermessungsamt offenbar nur sehr selten mit solchen Anfragen behelligt, ist sie guter Dinge, dass unsere Grundstücksteilung vorgezogen wird.

Im Anschluss an den Termin, so versprach unsere Vermesserin, würde sie uns unverzüglich Bescheid geben. Wir werden sehen…

Update (14. Juli 2017): 

Unter „unverzüglich“ verstehen wir zwar etwas anderes, aber wir wollen mal anerkennen, dass wir heute (2 Wochen später) ein kleines Update von unserer Vermesserin erhalten haben: Unsere Akte hat nun einen Dringlichkeitsvermerk; trotzdem konnte die Bearbeiterin beim Amt nicht sagen, wann diese bearbeitet wird.

Außerdem: Ab 5. August wird unsere Vermesserin im Sommerurlaub sein. Ob sie es wohl schaffen wird, unser Haus in den Lageplan einzutragen (sobald die Genehmigungsplanung final ist), damit wir endlich den Bauantrag einreichen können? Bei dem Tempo, das die Dame in den letzten Monaten an den Tag gelegt hat, sind wir eher pessimistisch…

Update (17. Juli 2017): 

Wir haben Post vom Vermessungsamt bekommen mit der Information zu den geplanten Hausnummern: Wir erhalten den Buchstabenzusatz „A“; unsere Hausnummer wird also die 19A sein. Wieso, weshalb, warum ist in der Berliner „Verordnung über die Grundstücksnummerierung (Nummerierungsverordnung - NrVO)“ beschrieben – total verrückt, für was es alles eine separate Verordnung gibt...

Zumindest wird offenbar tatsächlich an unsere Akte gearbeitet, das ist doch schon mal was!



Kommentare:

  1. Wow, das ist ja mal ein Zeitrahmen. Dass das Vermessungsamt üblicherweise lange brauchen müsste, ist ja eigentlich schon im Begriff: Amt eingebaut. Aber dass eure Vermesserin von November bis jetzt brauchte ist ja kaum zu glauben. Den Zusagen der Dame würde ich ja nichtmehr allzu großen Glauben schenken.

    Wenn man nicht ständig dranbleibt und nervt, passiert offensichtlich selten etwas nach Plan.

    Drücke euch die Daumen, dass sie mit ihrem persönlichen Gesuch, Erfolg hat.

    Gruß
    John

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    1. Wie du meinen Updates entnehmen kannst, waren deine Zweifel an der "Glaubwürdigkeit" unserer Vermesserin absolut begründet.

      Unter "unverzüglich" verstehe ich einfach etwas anderes als "2 Wochen später". Aber vielleicht muss ich einfach gelassener und geduldiger werden!?
      Wie du schon schriebst: Positiv denken! Es könnte abfärben :-)

      Viele Grüße

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  2. Ja, der Zeitrahmen ist Wahnsinn - das kannst du laut sagen! Unser Vertrauen in die Vermesserin hat in der Tat etwas gelitten.

    Von den Ämtern in unserem Bezirk bin ich bis jetzt eher positiv überrascht. Die Auflassungsvormerkung, Grundsteuerzahlung und anschließende Grundbuchumschreibung waren innerhalb von gut 3 Monaten erledigt (obwohl Weihnachten und Silvester dazwischen lagen) - da hab ich schon ganz andere Geschichten gehört!

    Nun ja, wir hoffen mal das Beste und bleiben weiter am Ball... Viele Grüße

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